In der Bildenden Kunst sind die Grenzen zwischen den Disziplinen oft fließend. Die Malerei hatte in ihren Anfängen den Auftrag zu dokumentieren, also möglichst naturalistische eine Szene wiederzugeben, z.B. ein Portrait, eine Landschaft oder ein Stilleben. Diese Position verlor sie mit der Erfindung der Fotografie. Somit musste sich die Malerei neu erfinden und verselbständigte sich bis hin zum Informellen. Die Fotografie ist ein wesentlich jüngeres Medium und hatte zu Anfang ebenfalls hauptsächlich den Sinn, die Realität abzubilden und die Gegenwart zu dokumentieren. Auch die Fotografie versuchte schon früh, sich dieser Eingrenzung zu entziehen und entwickelte neue Strategien. Erst damit schaffte es dieses Medium, Fuss zu fassen. Aktuell gibt es fotografische Konzepte, die der Malerei nahe kommen – und umgekehrt Malerei, die sich dem Ursprünglichen wieder annähert. Das Ausstellungsprojekt vereint solche Arbeiten und möchte Fragestellungen in den Grenzbereichen verdeutlichen.
Mit Arbeiten von Ricus Aschemann, Thomas Dillmann, Magda Jarząbek, Guido Klumpe und Rüdiger Stanko
Eröffnung: Sonntag, 09.08.2026 um 12 Uhr (dann durchgehend geöffnet bis 18 Uhr)
Begrüßung und Einführung: Silke Rokitta
Öffnungszeiten: Do., Sa. und So. 15 – 18 Uhr
Seestraße 15, D-30171 Hannover